
Diamonds
21 Tage Safari — Namibia
Über diese Reise
Traurige Trennung nach fünfhundert Millionen Jahren: Fish-River-Canyon jetzt ohne Fisch.Dramatisch schön: Sossusvlei bis oben hin voll mit Sand.Fata Morgana in der ...
Genießer-Reisen sind die Reisen, die neben allen Abenteuern auch viel Zeit für Entspannung lassen. Da ist es geradezu zwangsläufig, dass wir in Frankfurt 1 spätabends losfliegen, damit du bis zur Landung in Windhoek ein Nickerchen machen kannst. Das ist insofern doppelt schön, weil die Zeit in Namibia identisch mit der Zeit zu Hause ist. Also ein herzliches »Guten Morgen« zu einem ausgeruhten, langen Erlebnistag in der Kalahari üste2. Wenn du von Farbe umzingelt bist, dann sind wir da. Denn die leuchtend roten Dünen und das Waschbrettmuster des pulverfeinen Sandes sind das Markenzeichen der Kalahari-Wüste. Eine fantastische Landschaft, bizarr, fesselnd und im Licht der tief stehenden Sonne von malerischer Schönheit. Aber noch ist es nicht so weit. Denn im Schatten der Kameldornbäume liegen die pilzförmigen Chalets der Camelthorn Kalahari Lodge , und wir möchten wetten, dass du als erstes in deren Pool liegst.
Reiseroute

Reiseverlauf
Genießer-Reisen sind die Reisen, die neben allen Abenteuern auch viel Zeit für Entspannung lassen. Da ist es geradezu zwangsläufig, dass wir in Frankfurt 1 spätabends losfliegen, damit du bis zur Landung in Windhoek ein Nickerchen machen kannst. Das ist insofern doppelt schön, weil die Zeit in Namibia identisch mit der Zeit zu Hause ist. Also ein herzliches »Guten Morgen« zu einem ausgeruhten, langen Erlebnistag in der Kalahari üste2. Wenn du von Farbe umzingelt bist, dann sind wir da. Denn die leuchtend roten Dünen und das Waschbrettmuster des pulverfeinen Sandes sind das Markenzeichen der Kalahari-Wüste. Eine fantastische Landschaft, bizarr, fesselnd und im Licht der tief stehenden Sonne von malerischer Schönheit. Aber noch ist es nicht so weit. Denn im Schatten der Kameldornbäume liegen die pilzförmigen Chalets der Camelthorn Kalahari Lodge , und wir möchten wetten, dass du als erstes in deren Pool liegst.
Ein fetter Stamm und oben eine perfekte Halbkugel, das ist der Köcherbaum. Zusammen acht bis neun Meter hoch, da kann schon von einem landschaftsprägenden Erscheinungsbild gesprochen werden. Der Künstlerin Marian war das nicht genug. Sie hat »ihren« Köcherbaumwald von Garas mit allerlei Jux-Figuren aufgepeppt, damit etwas Leben in die stille Landschaft kommt. Die San machen seit 20.000 Jahren das Gegenteil: Sie schnitzen aus dem Holz des Köcherbaumes Pfeile und befördern damit das Leben in den Kochtopf. So verkürzen fantastische Geschichten unsere Fahrt in die Zeit vor 500 Millionen Jahren, als die zweitgrößte Schlucht der Erde entstand. 160 Kilometer lang, 27 Kilometer breit und spektakuläre 550 Meter tief. Ihr Name deutet darauf hin, dass sie schon bessere Zeiten gesehen haben muss, denn das mickrige Rinnsal tief unten – sofern überhaupt etwas rinnt – rechtfertigt kaum die Bezeichnung Fish-River-Canyon 4. Vielleicht war es der Fischfluss einfach leid, sich nach der langen Zeit noch tiefer in die Felsen zu wühlen, aber mit schauderndem Blick hinunter in die Höllenkurve müssen wir sagen: Gelohnt hat es sich.
Nach den denkwürdigen Hinterlassenschaften der Natur folgen nun die merkwürdigen Hinterlassenschaften der Menschen, die am 1. Mai 1883 mit dem Kauf der heutigen Lüderitzbucht von den Nama begannen. Kaufpreis: 200 alte Gewehre und 100 englische Pfund – die mit einem Betrug ausgehandelte Geburtsstunde von Deutsch-Südwestafrika. Doch der Reihe nach: Das ehemalige Diamantensperrgebiet sollte den wilden, unlizenzierten Abbau der Klunker um Lüderitz verhindern. Aber die Förderung verlagerte sich immer weiter in den Atlantik, was die Zugangsbeschränkungen weitgehend obsolet machte und zum heutigen Sperrgebiet-Nationalpark führte. Ganz am Rand liegt Aus , wo sich auf 51.000 Hektar Farmland unsere Lodge Klein-Aus Vista mit Sonnendeck und Wild-Horse-Bar versteckt – und dein Glücksgefühlschalter sich direkt auf »ON« stellt.
Wo die Diamantensucher in kürzester Zeit eine komplette Stadt mit Schule, Krankenhaus, Eisfabrik, Kegelbahn und Apotheke aus dem Wüstensand gestampft haben, wohnen heute die Geister. Und von Jahr zu Jahr füllen sich die teilweise noch eingerichteten Häuser bis an die Decke mit Sand: Kolmanskop, das totenstille Zeugnis einer wirren Zeit. Aber Lüderitz üderitz6 lebt, mit »Lesehalle«, »Ballsaal«, »Woermannhaus« und den Farben des Jugendstils.
Die Namib. Sie ist die älteste Wüste der Welt. 80 Millionen Jahre, und würde sie am Atlantik nicht in ihren Tod marschieren, wer weiß, wie viele unsterbliche Muster sie noch in den namibischen Boden gezeichnet hätte. Der Namib-Naukluft-Nationalpark schützt diese einzigartige Landschaft, nach der Sprache der Indigenen ein »Ort, wo nichts ist«. Aber da irrten die Nama. Denn bei diesen Farben, dieser betörenden Stille und dem Überglück der Desert Hills Lodge ist es unmöglich zu sagen, es sei nichts. Schlaf gut. Noch im Dunkeln, quasi mitten in der Nacht, beginnt dein Abenteuer in das Weltnaturerbe Sossusvlei . Wenn die ersten Sonnenstrahlen über die Hunderte Meter hohen, spiegelblank gepusteten Dünen steigen, müssen wir dort sein. Ganz rauf, das ist Ehrensache, und wenn dich der Hafer sticht (welcher Hafer?), in Purzelbäumen wieder runter. Schuhe und Hosentaschen werden so oder so randvoll mit Sand. Unten im Dead Vlei geben die Akazien ihr Bestes, auch wenn sie schon 500 Jahre tot sind.
Dort, wo die Namib in ihr nasses Verderben rennt, liegt Swakopmund 10, ein Zeugnis aus deutscher Kolonialzeit. Dazu gibt es einiges zu beäugen an Jugendstilfassaden, Neorenaissance-Bauten und wilhelminischen Giebeln. Klingt nach viel, hat aber Taschenformat, weshalb du dir ganz Swakopmund problemlos erschlendern kannst. Halbzeit im Café Anton bei Schwarzwälder Kirschtorte. Dreiviertelzeit frisch gezapft nach deutschem Reinheitsgebot, und am Abend auf die alte Seebrücke, wo die Tische fein gedeckt sind und unten drunter die Austern haustern. Das Lied zur guten Nacht singt dir heute der Ozean in der schnuckeligen Hotel-Pension à la Mer. Mit bodentiefen Fenstern, damit du auch siehst, wo die Namib geblieben ist.
Wenn das Meer nur noch aus Sand und Farben besteht und violett schimmernde Berge den Regen zurückhalten, der sowieso nicht kommt, wo also nichts ist außer purer Faszination, da sitzen die Herero-Frauen am Fluss Ugab und nähen ihren ausgefallenen Kopfschmuck. Ephemer werden solche Flüsse genannt, zeitweise wasserführend, meistens aber nicht. Immerhin reicht es für einen Tupfer Grün in der ausgetrockneten Landschaft. Wenn noch ein frisches, einladendes Blau dazukommt, haben wir den Pool der Gästefarm Gelukspoort erreicht.
Das Grün, von dem die Rede war, sind genügsame Mopanebäume, Sträucher und Grasbüschel, die kaum so schnell wachsen können, wie sie abgefressen werden. 35 Hektar Land ernähren ein Tier. Was stehen bleibt, weist uns den Weg durch die Fransfontein-Berge an den Ort deiner Sehnsucht. Vielleicht weißt du es noch nicht, aber wenn unsere Zeit im Etosha-Nationalpark 13 14 vorbei ist, wirst du nie mehr aufhören, davon zu erzählen. Schwer genug, sich einen 22.000 Quadratkilometer großen Zoo vorzustellen, wo jeder nach seiner Art tun und lassen darf, was er will. Und was da alles reinpasst: 114 Säugetierarten, 110 Reptilienarten, 16 Amphibienarten, 340 Vogelarten. Aber wie viele von jedem, das musst du bitte selbst rausfinden, denn dafür bist du bis kurz vor Sonnenuntergang auf Safari. Zugabe? Überredet! Dann also Safari Teil zwei: diesmal zu den Wasserstellen, wo sich bevorzugt Steinböckchen, Spießböcke, Antilopen, Zebras und Elefanten ins lebensspendende Nass stürzen. Was übrig bleibt – falls etwas übrig bleibt – ist für die Kleinen: Damara-Dikdik, Zwergmangusten, Buschhasen, Wüstenfüchse, die Kleinfleck-Ginsterkatze, Kronenducker, Honigdachse und Konsorten. Aber wehe, es kommt ein Löwe vorbei.
Manches von dem, was du in den Stunden des Jagdfiebers gesehen hast, mag dir wie eine Fata Morgana vorgekommen sein. Und dann kommt tatsächlich noch eine. Auf unserer Route vom Süden des Etosha-Parks nach Osten liegt die Senke, die vor vielen Millionen Jahren einmal ein See war. Spät zwar, aber immerhin seit 2016, steht die Etosha-Salzpfanne auf der Liste zur Ernennung als Weltnaturerbe. Vielleicht warten die Gremien noch auf die passende Luftspiegelung. Wir wollen weiter und lassen uns gern ein bisschen täuschen. Keine Täuschung, aber eine faustdicke Überraschung sind die Vineyards in den Otavi-Bergen 16. Hier, im trockensten und zugleich kleinsten Weinbaugebiet der Erde, gibt die Familie Boshoff alles für ihre Leidenschaft. Leiden bei vorwiegend über 40 Grad inbegriffen. Von Hand gelesen, gepresst, gebottled und gelabelt. Von dir probiert und für »mmmh« befunden.
»In the circle of life it’s the wheel of fortune«, heißt es in »Der König der Löwen«. Unser Kreis des Glücks beginnt, sich im Ouhave Country Home zu schließen. Drei Generationen der Familie Sohrada pressen dem staubigen namibischen Boden mit Rinderzucht, Pekannussbäumen und dem Abbau von Holzkohle ein auskömmliches Leben ab. Der sehr persönliche »Nebeneffekt« für uns sind die Gastfreundschaft und Besonderheiten einer echt namibischen Farm. Hans Sohrada führt dich über das Farmgebiet und erzählt, warum die Freiheit, die fehlende Hektik, die Natur, der Sternenhimmel für die viele Arbeit entschädigen. Was für dich noch zu tun bleibt, ist überschaubar. Was hältst du vom Pool?
Abreisen, ohne mal einen Blick auf die Relikte einer gar nicht allzu fernen Geschichte geworfen zu haben, geht nicht. Christuskirche, Tintenpalast, historischer Bahnhof – in Windhoek ist aus gestern und heute ein neues Ganzes entstanden. In die Vergangenheit blickst du auch in der Onjala Lodge 20, wo du mit einem der weltbesten Teleskope der funkelnden Milchstraße Adieu sagst, bevor es von Windhoek nach Hause 21 geht. Wieder ohne Zeitverschiebung, bis auf die Emotionen aus Millionen Jahren.
Termine & Preise
4 Termine verfügbarPreise von 5.399 € bis 5.699 € pro Person
Leistungen
Im Preis enthalten
- Genießer-Reise mit höchstens 12 Gästen
- Garantierte Durchführung aller Termine
- Linienflug mit Discover Airlines nach Windhoek und zurück (Buchungsklasse L)
- Rail&Fly in der 1. Klasse der DB zum Flughafen und zurück(https://www.bahnanreise.de/geltungsbereich)
- Reiseminibus / Safaribus mit Klimaanlage
- 18 Übernachtungen in Lodges, auf Gästefarmen und in einem Gästehaus
Nicht enthalten / Aufpreise
- Einzelzimmer: 600 €
- Zubringerflüge nach/von Frankfurt: ab 200 €
- Panorama Suite in der Onjala Lodge: DZ 220 € / EZ 280 €
Unterkünfte
Camelthorn Kalahari Lodge
★★★★☆Tag 2 · 1 Nacht
Canyon Lodge
★★★★☆Tag 3 – 4 · 2 Nächte
Desert Horse Inn
★★★★☆Tag 5 – 6 · 2 Nächte
Desert Hills Lodge
★★★★☆Tag 7 – 8 · 2 Nächte
Hotel-Pension á la Mer
★★★★☆Tag 9 – 10 · 2 Nächte
Gästefarm Gelukspoort
★★★★☆Tag 11 · 1 Nacht
Etosha Village
★★★★☆Tag 12 – 14 · 3 Nächte
Gabus Game Ranch
★★★★☆Tag 15 – 16 · 2 Nächte
Ouhave Country Home
★★★★☆Tag 17 · 1 Nacht
Onjala Lodge Lodge-Zimmer
★★★★☆Tag 18 – 19 · 2 Nächte
Impressionen



