
Baracoa
19 Tage Rundreise — Kuba
Über diese Reise
Auf Entdeckungsfahrt in quietschfidelen Oldtimern.Die Zuckerbaronpaläste im Weltkulturerbe Trinidad.Mitreißend und schlafraubend: Santiago, die Wiege des Son Cubano.Augen ...
Neunzehn Tage, du bist wirklich zu beneiden. Schön an deinem Flug von Frankfurt nach HavannaAM-CU-ST-Havanna1 ist auch die Ankunftszeit, nämlich gerade noch rechtzeitig für ein paar Häppchen auf der Dachterrasse mit Weitblick über die Stadt, in der die Post abgeht.
Reiseroute

Reiseverlauf
Neunzehn Tage, du bist wirklich zu beneiden. Schön an deinem Flug von Frankfurt nach HavannaAM-CU-ST-Havanna1 ist auch die Ankunftszeit, nämlich gerade noch rechtzeitig für ein paar Häppchen auf der Dachterrasse mit Weitblick über die Stadt, in der die Post abgeht.
Bei Licht besehen, kannst du dich glücklich schätzen, mitten im historischen Zentrum von HavannaAM-CU-ST-Havanna2 untergekommen zu sein. Einmal um die eigene Achse gedreht, siehst du nichts als Weltkulturerbe. Quietschbunt, aber durch die abblätternde Farbe schimmert die Erinnerung an eine Zeit, in der Pracht in Stein gefasst wurde. Von da an ging’s bergab, allerdings auf die denkbar beschwingteste Weise. Mit Hemingway, der in der Bar La Bodeguita seinem Grundsatz frönte, dass ein echter Kerl spätestens um drei besoffen sein muss, bis zu den nicht weniger quietschend-bunten Oldtimern, die uns über den Malecón schaukeln. Viva Havanna.
Grün. Grüner. Pinar del Río. Die bunten Punkte dazwischen kommen von den über 800 Orchideenarten in der Orquideario de Soroa. Kichernd googelst du, woher Orchideen angeblich ihren Namen haben, aber das vergisst du schnell wieder bei den Ausblicken auf die zarten Blütenwunder und das satte Grün des Regenwalds. Der Pfad führt uns tiefer hinein in den Dschungel, vorbei an ehrfürchtigen 35 Meter hohen Baumriesen, 279 Stufen hinauf – eine Zahl, die in der Numerologie für das Festhalten an einem wichtigen Ziel steht. Zufall? Egal, sie erfüllen ihren Zweck und bringen uns zum Salto de Soroa. Hat nix mit Zirkus zu tun. Dein Herz schlägt hier trotzdem Salti vor Freude. Auf die kreative Schöpfung der Natur folgt die kreative Schöpfung des Menschen: das Kunstprojekt von Mario Pelegrín – bestaunen wir auf dem Weg ins Viñales-TalAM-CU-SO-ViñalesTal3.Das bleibt auch so, wenn wir zu Fuß durch das Viñales-TalAM-CU-SO-ViñalesTal4 wandern. Seufzer tiefen Glücks sind hier normal, handelt es sich doch um die offiziell ausgezeichnete »Kulturlandschaft der Menschheit« in der Sierra de los Órganos. Besonders schön: Die Mogoten, jene reich bewachsenen Kegelfelsen, die wie riesige Elefanten in der Landschaft stehen. Man muss kein Connaisseur sein und auch keine Connaisseuse, um bei Cohiba, Magnum oder Montecristo ein Bild im Kopf zu haben. Man denkt an hochbetagte Señoras und Señores, die ihre Stumpen nicht aus dem Mund nehmen, während sie mit flinken Fingern das grüne Gold Kubas rollen. Eine Kunst für sich, wie auch das 160 Meter breite Wandbild am Kalksteinfelsen im Dos-Hermanas-Tal und erst recht wie die Piña Colada am Abend. Mit oder ohne Alkohol, aber immer mit Musik.
Heute lernen wir, dass man auf einer Finca in Richtung Zentralkuba fantastisch brunchen kann, und dass ein Stadtspaziergang in CienfuegosAM-CU-ST-Cienfuegos5 immer am Parque Martí endet und beginnt. Dort, wo einst Caruso im Teatro Tomás Terry für die Zuckerbarone trällerte, freust du dich zu Recht schon auf die Halbinsel Punta Gorda. Hier hat ein Architekt alles, was ihm jemals gefallen hat, in ein Gebäude gepackt hat: romanisch, gotisch, barock, indisch, arabisch.
Mit den Palästen der Zuckerelite wartet die am schönsten restaurierte Stadt auf uns: TrinidadAM-CU-ST-Trinidad67. Straße für Straße ein Fassadentraum, doch leider gehörte auch der Menschenhandel dazu: Glück und Leid, dicht beieinander. Kein Leid weit und breit siehst du bei deiner Wanderung an den Hängen der Sierra del Escambray im Naturpark El Cubano. »Natur« meint hier vor allem Tropen, noch mal schöner von den Hängebrücken aus. Rumhängen ist dann ein gutes Stichwort für den Naturpool am Javira-Wasserfall und den genussvollen Abend.Etwas gesetzter ging es höchstwahrscheinlich im ehemaligen Brunet-Palast zu, wo wir im Museo Romantico sehen, wie hiesige gute Stuben früher aussahen. Doch das echte Glück ist da draußen, wo die Menschen sich des Lebens freuen. Zum Beispiel beim Dominó a lo cubano unter freiem Himmel. Je besser man das beliebteste Brettspiel versteht, desto klarer wird die Leidenschaft. Die ist an der Casa de la Música offensichtlich, wo die Cubanos lebenshungrig tanzen und der Rhythmus die Zeit im Arm hält. Was das für ein Gefühl ist, spürst du, wenn du magst, an deinen eigenen Füßen.
Nachdem sie mehrfach von Piraten überfallen wurden, hatten es die Einwohnerinnen und Einwohner von CamagüeyAM-CU-ST-Camagüey8 dicke und haben sich ins Hinterland verdrückt. Nicht die schlechteste Entscheidung, denn dort konnten sie in Ruhe einen wunderschönen Stadtkern bauen, der heute zu den besterhaltenen zählt. Überall liegen riesige Tontöpfe rum, Tinajones mit Platz für tausend Liter. Wir nehmen die, die noch da sind, als Wegweiser auf unserer Fahrradtaxitour durch das Weltkulturerbe.
Nachdem wir Napoleons Leibarzt, Fidel Castro und Co. auf dem Friedhof Santa Ifigenia besucht haben, kommen wir nach Guantánamo. Um das Gefängnis machen wir allerdings einen Bogen und fahren weiter bis nach BaracoaAM-CU-ST-Baracoa11. Das zeigt sich von seiner Schokoladenseite. Und wer schon immer mal wissen wollte, warum ein Kügelchen aus 99 % Kakao kubanisches Doping genannt wird, ist in der Finca Duaba genau richtig! Davon wusste Kolumbus noch nichts, als er in BaracoaAM-CU-ST-Baracoa12 landete. Aber schön fand er es. Wirst du ähnlich sehen, wenn wir auf dem Toa schippernd die Stadt vom Fluss aus ansehen. Das ist aber nur die Ouvertüre für den Alexander-von-Humboldt-Nationalpark. Mandarinen, Orangen, Kokosnüsse wachsen hier, Papageien und Spechte erkennen wir auch noch. Cartacubas, Tocororos und Zunzuncitos sind die Zugabe, wenn wir uns vom Majá-Wasserfall die Schultern massieren lassen.
Die Nacht in HolguínAM-CU-ST-Holguín13 reicht auch nicht ganz zur Erholung. Den Rest holen wir uns auf dem karibischen Inselchen Cayo CruzAM-CU-SO-CayoCruz1415, umspült von unverschämt türkisgrünem Wasser. Was du hier im Palmenpark des all-inclusive Iberostar Coral EsmeraldaAM-CU-UN-ESMCO-RE tust, ist nicht schwer zu erraten. Rasenmähen ist es nicht. Und Babysitten erst recht nicht.
Hemingway lehrt uns, dass ein Idealist derjenige ist, der glaubt, weil eine Rose besser als Kohl rieche, eine Suppe aus Rosen auch besser schmecke als eine aus Kohl. Das rufen wir uns in Erinnerung, hat aber nichts mit dem Zuckerrohrmuseum zu tun. Aber in Santa ClaraAM-CU-ST-SantaClara16 können wir am Mausoleum für Ernesto Che Guevara eine Brücke schlagen, dem radikalsten aller Idealisten. »Hasta Siempre, Commandante« tönt es leise, bevor wir zurück in HavannaAM-CU-ST-Havanna1718 noch einmal wehmütig bei einer kulinarisch-kubanischen Abschiedsfeier die karibischen Rhythmen inhalieren. Dem kannst du dann auf dem Weg nach Hause19 nachträumen, falls du nicht noch ein paar Strandtage ranhängst.
So geht es auch: Um die Stadt vor der feindlichen Übernahme zu bewahren, haben die Einheimischen sie kurzerhand abgefackelt. Mit diesem rebellischen Geist wurde Bayamo zur »Wiege der kubanischen Nation« und Keimzelle des Freiheitskampfes gegen die spanische Besatzung. Ein wundervoll gepflegtes Stück Geschichte. Berufsbedingt gesitteter ging es bei der »Barmherzigen Jungfrau von Cobre« zu, die von einem zehnjährigen Sklaven in der Bucht von Nipe gefunden und von Papst Benedikt XV. zur kubanischen Schutzpatronin erklärt wurde. Ihr bezeugen wir in der Wallfahrtskirche El Cobre unsere Ergebenheit und erhalten im Gegenzug ihren stillen Segen für die letzte Etappe des Tages in die kubanischste aller kubanischen Städte: SantiagoAM-CU-ST-SantiagodeCuba910.Korrekt heißt sie natürlich Santiago de Cuba, die Wiege des Son Cubano aus afrikanischen Trommelrhythmen und spanischen Gitarrenklängen. Der Schmuggel von Rum und Tabak hat sie groß gemacht. Der Schmuggel hat ausgedient, der Reichtum ist geblieben und wird gehütet wie ein Augapfel. Nirgendwo sonst als im Museum des ersten spanischen Gouverneurs, Diego Velázquez, ist die Lebensweise der reichen Damen und Herren besser dokumentiert. Und nachdem wir im Rum-Museum eine gute Grundlage geschaffen haben, kontern wir mit kreolischen Biomenü und Kaffee, der in Sichtweite geröstet, gebrüht und passiert wird.
Termine & Preise
14 Termine verfügbarPreise von 3.799 € bis 4.299 € pro Person
Leistungen
Im Preis enthalten
- Erlebnis-Reise mit höchstens 12 Gästen
- Garantierte Durchführung aller Termine
- Linienflug mit Air Europa nach Havanna und zurück (Buchungsklasse A)
- Rail&Fly in der 1. Klasse der DB zum Flughafenund zurück (https://www.bahnanreise.de/geltungsbereich)
- Reiseminibus mit Klimaanlage
- 17 Übernachtungen in Casas Particulares, Hotels und in einem All-inclusive-Hotel
Nicht enthalten / Aufpreise
- Einzelzimmer: 600 €
Unterkünfte
Mystique Habana
★★★★☆Tag 1 – 2 · 2 Nächte
Casa Particular Viñales
★★★★☆Tag 3 – 4 · 2 Nächte
Casa Particular Cienfuegos
★★★★☆Tag 5 · 1 Nacht
Mansion Alameda
★★★★☆Tag 6 – 7 · 2 Nächte
Casa Particular Camagüey
★★★★☆Tag 8 · 1 Nacht
Melia Santiago
★★★★☆Tag 9 – 10 · 2 Nächte
Casa Particular Baracoa
★★★★☆Tag 11 – 12 · 2 Nächte
Mystique Holguin Saratoga
★★★★☆Tag 13 · 1 Nacht
Iberostar Coral Esmeralda
★★★★☆Tag 14 – 15 · 2 Nächte
Hotel America
★★★★☆Tag 16 · 1 Nacht
Mystique Habana
★★★★☆Tag 17 · 1 Nacht
Impressionen


